Schloss-Obernzell

Die Fürstbischöfe von Passau ließen im 15. Jahrhundert „in der Zell“ an der Donau eine gotische Wasserburg errichten und im 16. Jahrhundert zu einem repräsentativen Schloss der Renaissance ausbauen.
Seit 1803/1806 ist das Schloss Eigentum des bayerischen Staates.

 Sehenswert sind neben dem Keramikmuseum der Rittersaal im zweiten Obergeschoss: ein Renaissancewerk des Passauer Bischofs Urban von Trennbach (1561-1590). Im starken Kontrast zu diesem Prunksaal stehen die grotesk wirkenden barocken Gartenfiguren schräg gegenüber dem Schloßeingang. Diese Callotte-Figuren stammen aus Schloss Neuburg am Inn. Der malerische Schlossgarten verleiht im Sommer vielen Festen einen stimmungsvollen Rahmen.

Kurzurlaub entlang der Donau: Werbeclip auf LT1, Film vom 03.07.2014

 

 


 

 Baugeschichte

 Die Marktgemeinde Obernzell, früher auch Hafnerzell oder nur Zell genannt, liegt etwa zwanzig Kilometer östlich von Passau am linken Ufer der Donau. Sie wurde um 1220 Eigentum des Hochstifts Passau.

 Fürstbischof Georg von Hohenlohe, der 1423 verstarb, begann den Schloßbau, die Fertigstellung erfolgte 1426 unter seinem Nachfolger Bischof Leonhard von Layming. In diesem Jahr wurde die „Veste in der Zell" Sitz eines Pflegers. Teile dieser ersten Wasserburg mit rechteckigem Wohngebäude und kreisförmigem Mauerring mit Türmen und Wehrgang sind heute noch erkennbar.

von Pepito Tey (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons Die heutige Gestalt erhielt Schloß Obernzell unter Fürstbischof Urban von Trennbach in den Jahren 1581 bis 1583. Trennbach ließ die spätmittelalterliche Burg in ein repräsentatives Renaissance-Schloß umwandeln. Unter ihm wurde das Hauptgebäude nach Süden um zwei Fensterachsen bis zur Ringmauer verlängert, um ein halbes Geschoß erhöht und mit einem mächtigen Krüppelwalmdach versehen.

 veranstaltungen-im-rittersaalDie Fassaden erhielten - soweit möglich - eine einheitliche Gliederung mit architektonisch gestalteten, gemalten Fensterumrahmungen. Diese wurden 1975/77 nach altem Befund erneuert. Zusätzlich wurden die Wehrtürme umgebaut, ein schmaler Zwinger an der Südseite und außerdem ein Garten angelegt.

Im Inneren erfolgten der Einbau eines Treppenhauses, die Einrichtung der sogenannten „Fürstenzimmer" und des Fest- oder Rittersaales. Dieser nimmt die ganze Südfront des zweiten Obergeschosses ein und zeigt sich heute mit rekonstruierter Kassettendecke.

Schloßplatz 1, D-94130 Obernzell  Tel. 08591/1066     Eintritt frei

Öffnungszeiten: 
01. April bis 06. Januar jeden Jahres, jeweils  Dienstag bis Sonntag, von 10 bis 17 Uhr
Das Schloss ist vom 07. Januar bis 31. März und an folgenden Tagen geschlossen:
Montags, Karfreitag, 1.Mai, Fronleichnam, Allerheiligen, 24. und 25. Dezember sowie 31. Dezember.

 

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